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11.7.09 12:31


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ist das stress?

oder freude. ich bin mir nicht sicher.

gleich, in zehn minuten, um sieben, werd ich noch ahorntomaten machen. die brauchen dreißig minuten im ofen. danach fahr ich mit meinem salat und dem kuchen und den seitanwürstchen auf einen geburtstag. achja, sojamilch und kalua muss ich auch noch mitnehmen. und meine kamera und den tabak. vielleicht meine sonnenbrille? ich weiß nicht so recht. wohl eher nicht.

 

ich freu mich nicht mal wirklich auf den geburtstag. wahrscheinlich liegt es daran, dass du dich den ganzen tag nicht gemeldet hast. 

und ich den ganzen tag darauf gewartet habe, dass du dich meldest.

 

das ist so unfair..!

19.3.09 18:54


rohfassung esssay 1

Ein Essay zu einem Aphorismus zum Thema Terrorismus

In folgendem Essay werde ich mich mit dem Aphorismus von Kurt Haberstich, der 1948 in der Schweiz geboren wurde, "Zuviel Angst hemmt, zuwenig gefährdet" kritisch auseinandersetzen.

Einerseits bin ich mir nicht sicher, ob man sich mit einem Aphorismus dieses Menschens beschäftigen sollte, dessen Internetpräsenz nach Esoterik, Yoga und Christentum aussieht, aber andererseits sollte man auch Menschen, deren Ansichten man nicht teilt, die Chance dazu geben, dass ihre Werke betrachtet werden. Zuerst einmal fällt mir bei diesem Aphorismus die Ellipse auf, die in den zweiten Satzteil eingefügt wurde und lässt mich wundern, ob diese eine besondere Bedeutung geben soll. Meine Interpretation dieser Tat: So hört es sich halt besser an. Wiederholungen scheinen verpönt zu sein. Selbst der/die DeutschlehrerIn in der Schule würde eine nicht vorhandene Ellipse rot unterstreichen. Also haben wir es mit einem Aphorismus zu tun, der nicht nur inhaltlich scheinbar wertvoll ist, sondern auch das Auge anspricht mit schönem Auftreten. Um auch mal auf den Inhalt einzugehen, muss ich bemerken, dass ich mir bisher nicht ganz im Klaren bin, ob ich die Meinung Haberstichs teile. Natürlich ist zu viel Angst hemmend, wie er so schön schreibt, aber ist nicht gerade diese Angst nötig um nicht vorschnell einem elendigen Tod zu erliegen? Andererseits ist übermäßiger Angst wahrlich auch nicht das Wahre. Denke mensch einmal an ein aktuelles Beispiel: den Amoklauf in Winnenden. Ohne Frage eine Warnung und sicherlich auch Grund genug um Angst zu bekommen, aber sollen deswegen nun alle SchülerInnen die Schule nicht mehr besuchen, weil sie sich vor einem weiteren Amoklauf fürchten? Natürlich nicht. Das wäre fatal. Als die RAF die Führenden der BRD bedrohte, hat der Bundeskanzler auch nicht aufgehört, genanntes Land zu regieren und zu leiten. Vorsicht ist ein sehr wichtiges Element im Leben und Überleben, sonst wäre ich auch noch über die Straße gelaufen, als die S-Bahn schon losgefahren wäre. Aber dank dieser Vorsicht, dieser Angst, blieb ich am Bordsteinrand stehen und sah der S-Bahn mit einem guten, lebendigen Gefühl lieber hinterher, als davor zu liegen. Mensch sollte sein Leben allerdings auch nicht übervorsichtig gestalten. Ein gesundes Maß an Risiko ist auch  wichtig. Ansonten würde mensch zu viele schöne Gelegenheiten verpassen und wäre in eine eigene, sichere Welt zurückgezogen. Und dafür bleibt dem Menschen eindeutig zu wenig Zeit auf der Erde. Immerhin liegt die Lebenserwartung etwa bei 82 Jahren. Und welcher Mensch rafft sich dann nochmal mit 60 Jahren auf, alle gefährlichen Dinge auszuprobieren? Die Antwort ist leicht: sehr wenige. Wie mein Beispiel mit der S-Bahn zeigt, stimmt auch der Aphorismus in dem Punkt mit meiner Meinung überein, dass zu wenig Angst gefährdend ist. Also benötigen wir ein gesunden Maß an Risiko, aber auch an Angst und Vorsicht. Risiko bereitet zwar Nervenkitzel und ist aufregend, allerdings ist frühzeitig zu sterben nicht gerne lustig und aufregend. Hätte die Reisegruppe des DGBs damals am 14. Februar nicht genügend Angst bzw. Vorsicht walten lassen, wäre dieser Reisebus samt AntifaschistInnen und GewerkschafterInnen wahrscheinlich nicht mit so wenigen Verletzten von den Neonazis weggekommen.

Abschließend ist zu sagen, dass dieser Aphorismus wahrlich zutrifft. Allerdings bin ich auch der Meinung, dass einer solchen Aussage mehr Gedanken folgen müssten, als ein Punkt und der Ende des Satzes. Vielleicht ist das eine Kritik am Aphorismus selbst, jedoch ist fragwürdig, ob der Autor diesen Satz ohne Zusammenhang einfach so stehen ließ.

18.3.09 14:46


manchmal komme ich in versuchung, mir dieses weiße pulver wieder zu kaufen. meistens ist diese versuchung nur von kurzer dauer, weil mein dealer dagegen ist. ein komischer mensch ist das.

dann gibt es wieder tage, an denen ist mein verlangen so groß, dass ich zum bahnhof laufe und den bahnhofticker um ein briefchen anhaue.

 das gibt er mir gern, denn wenn ich erst wieder abhängig bin, wird er mich jeden tag wiedersehen.

17.3.09 19:42


ich bin satt

ich hab mich vollgefressen
mit enttäuschungen und hoffungen
und diesem anderen scheiß
sie wissen schon
liebe
all dem bin ich nicht gewachsen
und du erst recht nicht
das sehe ich jedes mal in deinen blaugraugrünen augen
die mich gerne anstrahlen wollten
doch vor lauter allem so matt scheinen
17.3.09 19:39


ich trinke abgelaufenen apfelsaft

aber das stört keinen. wirklich, keinen. nicht mal mich selbst. aber auch nur, weil ich weiß, dass es sonst keine kümmern würde. ich neige nicht zu suizid, neinnein, das ist nicht der freitod. freitod ist erhaben und befreiend und toll. aber das liegt an dem wort und meiner assoziation. ich bin mir sogar fast sicher, dass es freitod nicht gibt. freitod kann es bei psychischkranken menschen nicht geben, das ist suizid. also begehen alle suizid, weil es den gesunden, den normalen menschen gar nicht geben kann. alle sind so von dieser scheißgesellschaft verkrüppelt, dass es selbst mir manchmal in den augen wehtut, solche menschen sehen zu müssen, die noch viel kaputter sind als ich. so kaputt sind, wie das system es ist, in dem sie leben. dagegen hilft nur abschottung und extremer widerstand. wer diesen nicht aufbringt oder aufbringen kann, kann nur krank sein oder werden oder suizid begehen.

ich wische alles geschrieben wieder mit meiner linken hand weg, wie es diese tolle autorin geschrieben hat, deren namen ich vergessen habe. vergessen, weil das auch krankheit ist. vergessen, weil das system jeden kriegt und jeden fickt. nur manche merken das nicht, viele merken das nicht. schade. neinnein, ich bin keiner dieser menschen, die diese komischen "blabla fickt mich jeden tag"sprüche benutzen. soetwas kann ich nicht leiden. und zwar weil ich trotzdem noch menschen ficke und ficken will und das brauche. das braucht doch jeder. wer das nicht braucht, ist schon viel tiefer als alle alkoholleichen dieser welt und sollte mal von den spritzen loskommen.

 das gefühl, dass der zusammenhang fehlt, bestätigt sich bei mir laufend. aber nicht nur in diesem text hier, sondern in allem. in allem, was ich tue, fehlt mir ein zusammenhang. ein zusammenhand mit/zu meinem leben oder zu dem allgemeinen leben, zur politik und zu meinen werten. haha, werte. als hätte ich soetwas.

17.3.09 19:34


was ist es dann?

um es mit den worten max frischs zu sagen:

Unsere Meinung, daß wir das andere kennen, ist das Ende der Liebe, jedesmal, aber Ursache und Wirkung liegen vielleicht anders, als wir anzunehmen versucht sind - nicht weil wir das andere kennen, geht unsere Liebe zu Ende, sondern umgekehrt: weil unsere Liebe zu Ende geht, weil ihre Kraft sich erschöpft hat, darum ist der Mensch fertig für uns. Er muß es sein. Wir können nicht mehr! Wir kündigen ihm die Bereitschaft, auf weitere Verwandlungen einzugehen. Wir verweigern ihm den Anspruch alles Lebendigen, das unfaßbar bleibt, und zugleich sind wir verwundert und enttäuscht, daß unser Verhältnis nicht mehr lebendig sei. "Du bist nicht", sagt der Enttäuschte oder die Enttäuschte, "wofür ich dich gehalten habe."
Und wofür hat man sich denn gehalten?
Für ein Geheimnis, das der Mensch ja immerhin ist, ein erregendes Rätsel, das auszuhalten wir müde geworden sind. Man macht sich ein Bildnis. Das ist das Lieblose, der Verrat.
[..]

Max Frisch: Tagebuch 1946-1949

 

(zentralisiert auf den letzten satz dieses auszuges.)

16.3.09 14:59


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