Startseite
  Über...
  Gästebuch
  Abonnieren
 


 



http://myblog.de/yourheartbreaks

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
rohfassung esssay 1

Ein Essay zu einem Aphorismus zum Thema Terrorismus

In folgendem Essay werde ich mich mit dem Aphorismus von Kurt Haberstich, der 1948 in der Schweiz geboren wurde, "Zuviel Angst hemmt, zuwenig gefährdet" kritisch auseinandersetzen.

Einerseits bin ich mir nicht sicher, ob man sich mit einem Aphorismus dieses Menschens beschäftigen sollte, dessen Internetpräsenz nach Esoterik, Yoga und Christentum aussieht, aber andererseits sollte man auch Menschen, deren Ansichten man nicht teilt, die Chance dazu geben, dass ihre Werke betrachtet werden. Zuerst einmal fällt mir bei diesem Aphorismus die Ellipse auf, die in den zweiten Satzteil eingefügt wurde und lässt mich wundern, ob diese eine besondere Bedeutung geben soll. Meine Interpretation dieser Tat: So hört es sich halt besser an. Wiederholungen scheinen verpönt zu sein. Selbst der/die DeutschlehrerIn in der Schule würde eine nicht vorhandene Ellipse rot unterstreichen. Also haben wir es mit einem Aphorismus zu tun, der nicht nur inhaltlich scheinbar wertvoll ist, sondern auch das Auge anspricht mit schönem Auftreten. Um auch mal auf den Inhalt einzugehen, muss ich bemerken, dass ich mir bisher nicht ganz im Klaren bin, ob ich die Meinung Haberstichs teile. Natürlich ist zu viel Angst hemmend, wie er so schön schreibt, aber ist nicht gerade diese Angst nötig um nicht vorschnell einem elendigen Tod zu erliegen? Andererseits ist übermäßiger Angst wahrlich auch nicht das Wahre. Denke mensch einmal an ein aktuelles Beispiel: den Amoklauf in Winnenden. Ohne Frage eine Warnung und sicherlich auch Grund genug um Angst zu bekommen, aber sollen deswegen nun alle SchülerInnen die Schule nicht mehr besuchen, weil sie sich vor einem weiteren Amoklauf fürchten? Natürlich nicht. Das wäre fatal. Als die RAF die Führenden der BRD bedrohte, hat der Bundeskanzler auch nicht aufgehört, genanntes Land zu regieren und zu leiten. Vorsicht ist ein sehr wichtiges Element im Leben und Überleben, sonst wäre ich auch noch über die Straße gelaufen, als die S-Bahn schon losgefahren wäre. Aber dank dieser Vorsicht, dieser Angst, blieb ich am Bordsteinrand stehen und sah der S-Bahn mit einem guten, lebendigen Gefühl lieber hinterher, als davor zu liegen. Mensch sollte sein Leben allerdings auch nicht übervorsichtig gestalten. Ein gesundes Maß an Risiko ist auch  wichtig. Ansonten würde mensch zu viele schöne Gelegenheiten verpassen und wäre in eine eigene, sichere Welt zurückgezogen. Und dafür bleibt dem Menschen eindeutig zu wenig Zeit auf der Erde. Immerhin liegt die Lebenserwartung etwa bei 82 Jahren. Und welcher Mensch rafft sich dann nochmal mit 60 Jahren auf, alle gefährlichen Dinge auszuprobieren? Die Antwort ist leicht: sehr wenige. Wie mein Beispiel mit der S-Bahn zeigt, stimmt auch der Aphorismus in dem Punkt mit meiner Meinung überein, dass zu wenig Angst gefährdend ist. Also benötigen wir ein gesunden Maß an Risiko, aber auch an Angst und Vorsicht. Risiko bereitet zwar Nervenkitzel und ist aufregend, allerdings ist frühzeitig zu sterben nicht gerne lustig und aufregend. Hätte die Reisegruppe des DGBs damals am 14. Februar nicht genügend Angst bzw. Vorsicht walten lassen, wäre dieser Reisebus samt AntifaschistInnen und GewerkschafterInnen wahrscheinlich nicht mit so wenigen Verletzten von den Neonazis weggekommen.

Abschließend ist zu sagen, dass dieser Aphorismus wahrlich zutrifft. Allerdings bin ich auch der Meinung, dass einer solchen Aussage mehr Gedanken folgen müssten, als ein Punkt und der Ende des Satzes. Vielleicht ist das eine Kritik am Aphorismus selbst, jedoch ist fragwürdig, ob der Autor diesen Satz ohne Zusammenhang einfach so stehen ließ.

18.3.09 14:46
 


Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung